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Historisches Gemälde von Job Berckheyde – der Bäcker. Die Geschichte des deutschen Brotes.

Deutsche Brotkultur

Vom Korn zum Brot

Zünfte und Innungen
Handwerkstraditionen

Aufgaben der Zünfte

Praktisch zusammen mit den Städten entstanden im 12. Jahrhundert die Zünfte. Neben den wichtigen Funktionen für die Marktkontrolle, für die Kranken- und Sozialfürsorge so wie für die Organisation der Wehr- und Feuerschutzpflichten waren die Zünfte vor allem für die Qualitätssicherung der Backwaren zuständig. Diese verbesserte einerseits das Angebot, andererseits wurden die Zunft-Maßgaben gerne als Wettbewerbsschranke gehandhabt, um unliebsame Konkurrenz vom (städtischen) Markt fernzuhalten. Die Zünfte regelten die Ausbildung und steigerten so das Ansehen des Handwerks erheblich. Recht bald wurde zwischen dem Grad des Lehrlings und des Meisters der Geselle eingeführt. Er hatte mehrere Jahre zu Wandern und lernte so neue Brot-, Brötchen- und Kuchensorten kennen, aber auch andere Städte, eine andere Welt, andere Sprachen. In der Stadt, in der er Meister und damit selbständig werden wollte, musste er einige „Mutjahre“ (Bewährungsjahre) arbeiten, bis er seine Prüfung, das Meisterstück, machen durfte.