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Historisches Gemälde von Job Berckheyde – der Bäcker. Die Geschichte des deutschen Brotes.

Deutsche Brotkultur

Der Mensch und das Brot

Brot im Brauchtum

Unter den noch heute auf den Markt gebrachten Brotformen lassen sich (mit Ernst Burgstaller) zwei große Verwendungsgruppen unterscheiden: die „Alltagsgebäcke“, also die üblichen „schwarzen“, „weißen“ oder „grauen“ Brotsorten mit ihren Hauptformen als Laibe, Wecken, Semmeln usw. und die „Festtagsgebäcke“, die nur zu bestimmten Kalendertagen üblich sind und sich in der Regel sowohl durch die Verwendung besonderen Materials als auch vor allem durch eine besondere Formgebung unterscheiden. Im Wesentlichen lassen sich bei letzteren wiederum zwei Hauptarten unterscheiden: die Formung von Hand und die Formgebung durch Model. Solche, in irgendeiner bildlichen Form vorkommenden Gebäckarten bezeichnete Ernst Ludwig Rochholz als „Gebildbrote“. Heute meint man mit diesem Begriff eher das von Hand geformte Gebäck aus Weißbrot- (Semmel-) und – in zunehmendem Maße – Briocheteig u. ä.. Manchmal ist auch von „figürlichem Gebäck“ die Rede.

Mit dem Begriff „Brauchtumsgebäck“ (brauchtümliches Gebäck) bezieht man sich auf die Funktion der Gebäcke im Brauchtum. Auf den Kalender und damit auf das Jahresbrauchtum verweisen die Begriffe „Termin-“ bzw. „Zeitgebäcke“. Bei Gebäck, das mit besonderen Anlässen im Lebenslauf zu tun hat, könnte man von „Anlassgebäcken“ sprechen.